Vorlagen Mentaltraining

 

Entspannung vor einem Schützenfest

Video "Conquest of Paradise"

Es gibt keinen bleibenden Erfolg ohne Hingabe und Leidenschaft!!!

Wenn Du glaubst Du kannst, dann kannst Du auch!

Traue es Dir einfach zu, Du kannst viel mehr als Du glaubst!

Wenn Du es träumen kannst, kannst Du es auch: "Einfach tun!"

Der mentale Schussablauf (Tips von Stefan Meier)

Immer wieder taucht unter Sportschützen die Frage auf, wie oder was man in einem Wettkampf denken soll.

Vielfach hört man darauf die Antwort: „einfach nichts denken...“ was aber praktisch unmöglich ist.

Grundsätzlich ist es so, dass der Sportschütze während seiner Handlung immer an etwas denken soll - am besten an die nächste Aufgabe, an die nächste Schlüsselstelle o.ä.

Dadurch ist das Gehirn aktiv beschäftigt und es kommt nicht auf „dumme“ Gedanken.

Nachstehend zeige ich als Beispiel meinen mentalen Schussablauf auf. Ich behaupte nicht, dass dies der einzige richtige Ablauf ist - jeder Sportler hat seine individuelle Vorstellung und das ist auch in Ordnung so. Vielmehr geht es um das aufzeigen von meinen Gedanken zum perfekten Schuss.

In grüner Schrift sind die Kernelemente aufgeführt. Rechts davon, passend zum Kernelement sind in blauer Schrift meine Gedanken zu sehen.

Wichtig ist, dass jeder Sportler mit seinen eigenen Worten arbeitet! Je nachdem, auf welchen Sinneskanal eine Person am meisten reagiert, kommen andere Wörter zum Zuge.

Nun wünsche ich viel Spass beim lesen und viel Erfolg!

Sportliche Grüsse

Stefan Meier

Fragen oder Anregungen?

Melde dich per E-Mail an: stefan.meier@mental4all.ch


Der mentale Schussablauf

Einsetzpunkte: beide Ellenbogen

Kolben - Schulter rechts

Schaftbacke - an Backe schön anliegend

Kolben - Hand links

Handgriff - Hand rechts

Blick senken, locker lassen, dann Kontrollblick durch Visierung

Nullpunkt - Kontrolle (Finger am Druckpunkt!) (Bauchatmung) Ganz ruhig, das ist mein Wettkampf, schön locker...

Wind beachten Wind ok Warten / Absetzen

Zielen Hinterer Ring gut..., Wasser gut...., weisser Ring...

Druckpunkt Schön verteilen...

Abziehen 10!

Nachhalten

Sportgerät sauber einsetzen

„Ja“

„Nein“

Der mentale Schussablauf

Ist der Schuss dort, wo ich ihn erwartet habe?

„Ja“

Nächster Schuss

„Nein“ War Wind in Ordnung? (besser beobachten, Korrektur)

Lichtwechsel? (Filter, Ringgrösse, Korrektur)

Richtige Körperspannung, Nullpunkt? (Stellung korrigieren)

Diopterkorrektur

Hier können individuelle Varianten der Selbstgesprächsregulation eingebaut werden, wie z.B.:

„Genau so!“

„Weiter so!“

Motivierend für den nächsten, perfekten Schuss.

Haben Sie Ihre Hausaufgaben in den letzten Wochen gemacht?

Es muss darauf hingewiesen werden, dass ein regelmässiges Training pro Woche für eine Leistungssteigerung als Minimum anzusehen ist. Für jede Woche ist ein bestimmter Trainingsschwerpunkt festzulegen. Dadurch ist es dem Schützen möglich, konzentrierter, zielstrebiger und systematischer zu trainieren. Individuelle Abweichungen können und müssen in jedem Fall berücksichtigt werden. Diese Notwendigkeit tritt zum Beispiel ein, wenn Wettkämpfe vorbereitet werden müssen.  Wichtigste Trainingsmonate                                 Meines Erachtens sind die Wintermonate die wichtigste Zeit für einen Aufbau, denn ab Mitte März beginnt bereits die Outdoor-Saison und bald folgen die Wettkämpfe. Ein Schütze hat deshalb kaum mehr Zeit, etwas zu korrigieren, ausser er nimmt eine Leistungseinbusse in Kauf.Schützen, die neu beginnen oder Fehler in den Stellungen hatten, müssen in den Wintermonaten mit dem Spezialtraining (trocken) oder in Indoor-Schiessanlagen beginnen. Dies ist notwendig, weil sie sicher etwas länger experimentieren müssen.Anatomisch sind wir Menschen fast alle verschieden gebaut. Deshalb wird es schwer sein, Stellungen von Weltmeistern etc. zu kopieren. Der Schütze ist daher gezwungen, in Details die ihm eigene bequeme Stellung zu suchen, um eine gute Ruhighaltetechnik zu erarbeiten. Die lockere, saubere «äussere» Stellung soll angestrebt werden.     Entspannte Stellung                                                      Unter einer guten inneren entspannten Stellung ist zu verstehen: Die Fertigkeit, nur die Muskelgruppen zu beanspruchen, welche zur Aufrechterhaltung der betreffenden Stellung notwendig ist. Voraussetzung: einwandfreie äussere Stellung. Die innere Stellung erfordert vom Schützen äusserste Konzentration und lässt sich durch Trockenanschläge in einem abgedunkelten Raum ohne Ablenkungsmöglichkeiten (Musik, Fernsehen etc.) erlernen. Die Aufmerksamkeit gilt hierbei der Vermeidung jeder unnötigen Muskelbeanspruchung und der absolut ruhigen Sportgerätelage.

Sauberer Abzugvorgang

Es muss darauf geachtet werden, dass von Zeit zu Zeit (auch während der Wettkampfzeit) ein konzentriertes Abzugstraining durchgeführt wird, denn neben der Erlernung des inneren entspannten Anschlages ist die Erlernung des Abzugvorgangs für den Schützen die schwierigste und zeitraubenste, aber eine besonders erfolgsbringende Arbeit, weil sie sich in höheren Punktzahlen ausdrückt. Wir unterscheiden vier Arten des Abziehens:–   Abziehen ohne Stellung–   Abziehen beim Trockentraining mit Manipulierpatrone–   Abziehen mit scharfer Patrone im Training–   Abziehen im Wettkampf.                                                                     Punkte 1 bis 3 ist ein physischer, Punkt 4 ein psychischer Vorgang.

Sauberes Nachhalten

Oft beobachtet man Schützen, bei denen der Abzugsvorgang und das Abziehen in einem Reflex betätigt wird. Fällt das Brechen des Schusses fast mit dem Absetzen zusammen, kann es geschehen, dass gedankliche Überschneidungen eintreten. Heisst: Während der Konzentration auf den sauberen Abzugsvorgang kommt schon der gedankliche Impuls «Absetzen» auf und kann zu einer unbeabsichtigten und unerwünschten Reflexbewegung führen. Das hat mit Sicherheit einen schlechten Schuss zur Folge. Also nachhalten – immer und lange genug nachhalten! Es ist wichtig, dass die Reihenfolge der für jeden Schuss notwendige Handhabung immer in der gleichen Reihenfolge abläuft (Automation).

Beispiel einer Trainingseinheit –    mentale Vorbereitung am Vortag –    aufwärmen, dehnen –    äusserer Anschlag aufbauen; Nullpunkt einrichten –    Trockenanschläge –    Probeschüsse / Einschiessen –    10 Schuss: Konzentration auf einen Trainingsschwerpunkt –    10 Schuss: Konzentration auf einen zusätzlichen Trainingsschwerpunkt –    10er-Schussbild zur Über-prüfung des Nullpunktes  (im Trainingsheft aufzeichnen) –    Zweites 10er-Schussbild mit Korrektur nach 1. Schussbild (im Trainingsheft aufzeichnen) –    20 Schuss Leistungskontrolle mit Einbezug der Erkenntnisse der beiden Schussbilder –    abwärmen, dehnen –  Analyse / Nachbetrachtung und Eintragungen ins Trainingsheft.